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Ohne Amazon

Vor drei Monaten habe ich mein Amazon-Konto gekündigt. Das Konto hatte ich vor mehr als 13 Jahren angelegt, weil die Buchhändler in meiner damaligen Heimatstadt unfähig waren (und sind), fremdsprachige Bücher zu besorgen. Ende letzten Jahres habe ich eine DSGVO-Auskunftsanfrage an Amazon gestellt, die selbst nach langem Hin und Her nur unvollständig beantwortet wurde. Nachfragen wurden beantwortet mit:

“Wir können Ihnen keine weiteren Informationen zu Daten über Website-Nutzung zur Verfügung stellen.” - Danke, Roland Riedl

und

“wie bereits erwähnt, bestätigen wir Ihnen gerne, dass wir Ihre Anfrage zur Datenauskunft bearbeitet und abgeschlossen haben. Wir haben Ihnen alle personenbezogenen Daten, die für Ihre Anfrage relevant sind, übermittelt.” - Danke, Katharina Fiederer

Da diese Aussagen schlicht gelogen waren - der Clickstream [1], der zur Generierung von Empfehlungen herangezogen wird, fehlte in der Auskunft - möchte ich nicht mehr bei Amazon kaufen. Wer auf seine Kunden scheißt, sollte sie verlieren. Anfragen über weitere Handlungsmöglichkeiten bei der Datenschutzbeauftragten NRW wurden an Bayern verwiesen. Dort hat man mir trotz mehrerer Anläufe nicht geantwortet, sodass mir das Auskunftsrecht insgesamt zahnlos erscheint. Also blieb nur die Löschung.

Hat man sich endlich zur Löschung durchgehangelt, schickt Amazon eine DrohInformationsmail, was alles nicht mehr funktionieren wird:

An dieser Stelle war ich dann froh, Medien immer auf physischen Trägern bestellt zu haben. Der Kindle lief seit Tag Eins im Flugzeugmodus und wurde ausschließlich über Calibre gepflegt. Das “Digitale Rechte Management” bei gekauften Ebooks empfand ich eh nie als gerechtfertigt…

Insgesamt hat die Löschung bis jetzt nur zur Folge, dass ich weniger dummen Mist bestelle. Bücher muss ich zwar teilweise im Nachbarort bestellen (O-Ton beim Händler um die Ecke: “Haben Sie es vielleicht schon einmal online probiert?”), aber das ist zumutbar. Den meisten anderen Kram bekomme ich vor Ort. Einzig ein bestimmtes Jagdmesser hab ich noch nicht bekommen. Aber das wird sich auf einer Messe ergeben. Amazons Homepage nutze ich weiterhin über einen Anonymisierungsdienst zum Stöbern und Zusammenstellen von Bestellungen für den lokalen Buchhandel. Kann ich nur empfehlen.




[1] Im Clickstream werden alle Klicks auf der Amazon-Homepage protokolliert - egal ob sie zu einem Kauf geführt haben oder nicht. Schon die Verweildauer reicht als zusätzlicher Wert, um ein Interesse abschätzen zu können. Der Clickstream wäre der weitaus größte Datensatz der DSGVO-Auskunft gewesen - insbesondere nach 13 Jahren.

Stop being so damn selfish and disrespectful

Paul Reiffer dixit:

Photographers, Instagrammers - Stop Being So Damn Selfish and Disrespectful

[…] Seemingly gone are the days of recording a MEMORY of a time and place with a quick snap of some friends or family members. Instead, we’re faced with contrived, bile-inducing, self indulgent recordings of ridiculous egos which remain unmatched by their owners’ care for the environment and others around them.

People now seem incapable of appreciating the scene before their eyes – thinking instead that it will be improved by them stood in the middle of the image in that straw hat and floaty dress they’ll likely return to a poor retailer later that day, all for the sake of achieving “internet fame”….

Wouldn’t it just be nice to appreciate the view?

That’s right: The vista, the scenery – a “view” without a “you”.

Questions for potential employers

… in programming and related jobs.

The PGP Problem

n-gate.com dixit:

The PGP Problem
July 16, 2019 (comments)
The Hackernews Beauty Pageant Gold Medalist is mad about PGP. Hundreds of words are recycled about all the problems. As usual, the only solution offered to replace email (a protocol in use by approximately the entire internet) are a bunch of centralized all-or-nothing silos that interoperate barely or not at all. No new information appears in this particular rehashing of the PGP Temper Tantrum, so Hackernews has a well-practiced collection of canned responses and anecdotes agreeing with and reinforcing the tantrum. A few Hackernews bring up the profound level of shittiness of Signal as a replacement for email, but the subject is quickly changed to avoid angering the resident security hucksters. None of the people recommending Signal protocol products have any Signal protocol contact information in their profiles. All of them have email addresses. One of them has a PGP key.

Terrorism is 4000x overrepresented

… in the New York Times and The Guardian. Taken from an article on Our World in Data by Hannah Ritchie. That silent sniggering you hear is Hans Rosling’s ghost.

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